Matcha stammt ursprünglich aus China, aber die Perfektionierung des Anbaus fand in Japan statt. Wenn du auf der Suche nach Qualität bist, sollte dein Matcha zwingend aus Japan kommen.
Besonders Regionen wie Uji (Kyoto) und Kagoshima sind für ihre vulkanischen Böden und das perfekte Klima bekannt. Diese Regionen garantieren nicht nur den zwar keinen Geschmack, aber sind ein Schritt in die richtige Richtung. Doch Herkunft ist nur die halbe Miete – der Erntezeitpunkt entscheidet über das Aroma.
Die 1. Ernte (Ichibancha): Dies ist die „First Flush“-Ernte im Frühling (meist April/Mai). Sie ist das Nonplusultra. Nach dem Winter sind die Teepflanzen voller Nährstoffe. Die ersten Triebe sind extrem zart, voller Chlorophyll und weisen die höchste Konzentration an L-Theanin auf. Das Ergebnis: Ein tiefgrüner Tee mit einer natürlichen Süße und fast ohne Bitterstoffe.
Spätere Ernten: Blätter aus der zweiten oder dritten Ernte (Sommer/Herbst) hatten mehr Sonne und weniger Regenerationszeit. Sie sind faseriger, schmecken deutlich herber und haben oft ein stumpfes Olivgrün.
Das Geheimnis der Beschattung:
Etwa 3 bis 4 Wochen vor der Ernte werden die Plantagen mit Netzen oder Strohmatten abgedeckt (bis zu 90% Lichtentzug). Warum?
Chlorophyll-Boost: Die Pflanze versucht den Lichtmangel auszugleichen und produziert massiv Chlorophyll – das sorgt für die leuchtend grüne Farbe.
L-Theanin-Erhalt: Ohne direkte Sonne wandelt sich die Aminosäure L-Theanin nicht in bittere Gerbstoffe (Catechine) um. Die Beschattung „konserviert“ also die milde Süße und die entspannende Wirkung des Tees.