Matcha muss nicht warm sein, um gut zu sein. Kalt zubereitet schmeckt er anders: milder, weniger intensiv, mit einer anderen Süße. Und er ist vor allem an heißen Tagen einer der schönsten Wege, Matcha zu genießen. Zwei Methoden funktionieren gut: Iced Matcha (heiß aufgeschlagen, dann über Eis) und Cold Brew Matcha (direkt kalt angesetzt).
Methode 1: Iced Matcha
Das ist die schnellere und verbreitetere Variante. Matcha wird wie ein klassischer Usucha mit warmem Wasser aufgeschlagen und danach direkt über Eis gegossen. Die schnelle Abkühlung bewahrt das Aroma und ergibt ein klares, frisches Getränk.
Zubereitung: 1,5 bis 2 g Matcha sieben, mit 60 bis 70 ml heißem Wasser (70 bis 80 Grad) aufschlagen. Ein Glas mit Eis füllen. Aufgeschlagenen Matcha über das Eis gießen. Fertig. Optional kalte Milch oder Hafermilch dazugeben.
Der Eis-Schock schließt die Aromen schnell ein und verhindert weitere Oxidation. Iced Matcha auf diese Weise schmeckt frischer als Cold Brew, mit mehr Körper und deutlicherem Matcha-Aroma.
Methode 2: Cold Brew Matcha
Cold Brew funktioniert ohne Hitze. Matcha wird mit kaltem Wasser angesetzt und länger aufgeschlagen oder geschüttelt. Das Ergebnis ist ein sanfteres, weniger intensives Getränk mit einer eigenständigen Charakteristik.
Zubereitung: 2 g Matcha sieben, mit 100 bis 150 ml kaltem Wasser in einen Shaker oder ein verschließbares Glas geben. Kräftig für 30 bis 60 Sekunden schütteln. Über Eis servieren. Alternativ mit einem elektrischen Mixer aufmixen, das geht schneller und erzeugt feineren Schaum.
Wer mehr Zeit hat: Matcha mit kaltem Wasser ansetzen, kurz verrühren und für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Durch die Ziehzeit lösen sich auch ohne Wärme mehr Inhaltsstoffe.
Geschmackliche Unterschiede
Iced Matcha (heißes Wasser, dann Eis) schmeckt intensiver, mit mehr Matcha-Präsenz und besserem Schaum. Cold Brew ist sanfter, weniger herb, manchmal leicht süßlicher ohne Zuckerzusatz. Beide Methoden ergeben weniger Bitterkeit als ein zu heiß zubereiteter Matcha.
Die Koffein- und L-Theanin-Konzentration ist bei beiden Methoden vergleichbar, solange dasselbe Pulver und dieselbe Menge verwendet werden.
Variationen
Iced Matcha Latte: Iced Matcha (Methode 1) in ein eisgefülltes Glas, dann kalte Hafermilch langsam drüber. Die Schichtung aus tiefem Grün unten und Milchweiß oben ist optisch schön und geschmacklich ausgewogen.
Matcha Tonic: Iced Matcha mit Tonic Water auffüllen. Klingt ungewöhnlich, schmeckt überraschend stimmig. Die Bitterkeit des Tonics ergänzt das Umami des Matchas. Ein Spritzer Limettensaft macht es noch erfrischender.
Frozen Matcha: Iced Matcha mit Milch und Eis in einen Mixer geben, zu einem Frappe aufmixen. Konsistenz wie ein Milchshake, Matcha-Geschmack bleibt trotzdem präsent.
Häufige Fragen
Verliert Matcha durch Kälte seine Wirkung?
Nein. L-Theanin, Koffein und EGCG sind temperaturstabil und bleiben auch bei kalter Zubereitung erhalten. Der einzige Unterschied liegt in der Löslichkeit: Mit warmem Wasser löst sich Matcha schneller und vollständiger auf.
Kann ich Iced Matcha vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren?
Für einige Stunden ja, über Nacht nicht empfohlen. Matcha oxidiert nach dem Aufschlagen und verliert Farbe und Frische. Am besten frisch zubereiten.
Geht Cold Brew auch direkt mit Milch statt Wasser?
Ja, und das Ergebnis ist cremig und mild. Direkt Matcha in kalte Milch geben und shaken. Durch den Milchfettgehalt emulgiert das Pulver etwas besser als in reinem Wasser. Gut geeignet für einen schnellen Latte ohne Aufschlagen.
Welche Methode eignet sich für Anfänger besser?
Iced Matcha (Methode 1) ist einfacher und schneller. Der Aufschlagschritt mit heißem Wasser ist vertraut, und das Übereisgießen danach ist intuitiv. Cold Brew erfordert etwas mehr Geduld oder einen Shaker.
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